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Thema der 9. Mannheimer Runde
veröffentlicht am 30.04.2010

"Das Gesundheitssystem der Zukunft- ohne Risiken und Nebenwirkungen?"

Das deutsche Gesundheitssystem ist zum Dauersanierungsfall geworden: Eine Reform jagt die nächste, die Gesamtausgaben steigen immer weiter und die Regulierung wird immer komplexer. Gleichzeitig werden wir immer älter und der medizinisch-technische Fortschritt ermöglicht stetig neue Behandlungsmethoden.
Dies wirft die Frage nach einem langfristig tragfähigen Gesundheitssystem für die Zukunft auf, dem großen Wurf – einem System „ohne Risiken und Nebenwirkungen“.
Die aktuellen Vorschläge reichen von einem einheitlichem Beitrag, der Gesundheitsprämie, über einkommensabhängige Beiträge, der Bürgerversicherung.
Ungeklärt bleibt die Frage, ob diese Umstrukturierung der Finanzierung den steigenden Ausgaben der Krankenkassen entgegenwirken kann.
Welche Kosten sollen von den Krankenkassen übernommen werden? Sollten die Preise für Medikamente reguliert werden? Sollte weiterhin die Möglichkeit bestehen sich privat zu versichern?
Diese Fragen stehen in der öffentlichen Diskussion zur Zeit an zweiter Stelle. Politiker reden hauptsächlich über eine gerechte Finanzierung.
Aber sollte nicht im Vorfeld genau geklärt werden, was finanziert werden soll?

Die 9. Mannheimer Runde findet am 11. Mai um 19 Uhr an der Universität Mannheim statt.
 
Thema der 8. Mannheimer Runde
veröffentlicht am 03.11.2009

"Deutschland unter Schwarz-Gelb - Wirtschaftsaufschwung auf Kosten der sozialen Gerechtigkeit?"

Deutschland hat gewählt. Der deutsche Bundestag hat Angela Merkel erneut zur Bundeskanzlerin gewählt. Die FDP setzt auf „mehr netto vom brutto“, die CSU gibt sich als das soziale Gewissen der Koalition. Doch was steckt wirklich in dem Koalitionsvertrag? Gibt es tiefgreifende Reformen oder werden Stellschrauben am bestehenden System adjustiert? Führt die Politik der Bundesregierung zu mehr Wachstum? Wird der wirtschaftliche Aufschwung bei allen ankommen oder werden die sozial Schwachen noch schwächer?

Die 8. Mannheimer Runde hat am 10. November um 19 Uhr an der Universität Mannheim statt gefunden (Raum M003).
 
Thema der 7. Mannheimer Runde
veröffentlicht am 03.05.2009

"Milliardenpakete statt Ursachenbekämpfung – Zögern die Finanzspritzen den Kollaps nur hinaus?"

Die Finanzkrise hat die Realwirtschaft erreicht: Die Automobilindustrie drosselt ihre Produktion, die Maschinenbauer fahren Kurzarbeit, Entlassungswellen werfen ihre Schatten voraus. Meldungen über fehlende Aufträge, Absatzeinbrüche und Gewinnwarnungen nehmen kein Ende. In der Krise versucht die deutsche Regierung vehement gegenzusteuern – Finanzspritzen für die Wirtschaft, milliardenschwere Ausgabenprogramme, selbst über das einstige Tabu der Verstaatlichung von Unternehmen wird mittlerweile offen nachgedacht. Doch wie wirksam sind Abwrackprämie und Co.? Gibt es „systemrelevante“ Firmen oder sollte sich im Darvin-Jahr wieder auf das „Survival of the fittest“ besonnen werden? Was ist der beste Weg aus der Krise? Wie werden die derzeitigen Entwicklungen unser Wirtschaftssystem langfristig beeinflussen und welche Konsequenzen erwarten kommende Generationen?

Die 7. Mannheimer Runde hat am 07. Mai 2009 an der Universität Mannheim stattgefunden.
 
Thema der 6. Mannheimer Runde
veröffentlicht am 10.11.2008

"Linksrutsch in Deutschland - Chance oder Gefahr?"

Die Links-Partei ist im Januar dieses Jahres zum ersten Mal in einen Landtag eines westdeutschen Flächenlandes eingezogen – damit hat sich eine fünfte Partei in der Bundespolitik etabliert, die das wirtschaftliche System der Bundesrepublik in seinen Grundzügen ausdrücklich kritisiert. Jüngst hat die NRW-Linkspartei als Reaktion auf die Finanzkrise eine Verstaatlichung der Banken gefordert: Wie gefährlich ist der Linksrutsch in Deutschland und welche Chancen bietet dieser?

Die 6. Mannheimer Runde hat am 05. November 2008 stattgefunden.
 
Thema der 5. Mannheimer Runde
veröffentlicht am 06.05.2008

"Vorstandsgehälter - wie viel sind Spitzenmanager wert?"

Politik und Gesellschaft diskutieren über Gehaltsobergrenzen für Vorstandsmitglieder. Eine breite Mehrheit der Bevölkerung empfindet die Managergehälter als ungerecht und überzogen: Sparkurs und Rationalisierung bei den Angestellten gehen einher mit großzügigen Boni in den Führungsetagen - das will nicht zusammenpassen. Aber was ist überhaupt ein gerechtes Gehalt? Wer darf es festlegen? Brauchen wir mehr staatliche Eingriffe? Vor diesem Hintergrund möchten wir die Diskussion um Leistungsgerechtigkeit, Corporate Governance und politische Einflussnahme auf Gehälter in deutschen Vorstandsetagen aufgreifen. Ohne den "moralischen Zeigefinger" soll die generelle Frage nach adäquaten Maßstäben, Verhältnismäßigkeit und Kontrollmechanismen gestellt werden. 2005 trat das Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen in kraft - doch was hat die stärkere Transparenz bis heute bewirkt? Oder ist die Aufregung über Managergehälter letztlich wieder nur "typisch deutsch" und Ausfluss einer allseits beschworenen "Neiddebatte"?

Die 5. Mannheimer Runde hat am 15. Mai 2008 stattgefunden.
 
Thema der 4. Mannheimer Runde
veröffentlicht am 10.09.2007

"Globalisierung - Geben wir durch das Anpassen unsere Stärken auf?"

Gewöhnlich stehen Vor- und Nachteile der fortschreitenden Globalisierung im Mittelpunkt dieser Diskussion. Doch was bedeutet dieser Prozess konkret für Deutschland und für uns? Stellen Liberalisierung und Deregulierung der internationalen Märkte für uns eine Chance oder doch ein Risiko dar? Der zunehmende Preisdruck verlangt von vielen Firmen eine Verlagerung der Produktion ins Ausland. Was wird hierbei aus der deutschen Qualität? Wie gefährden Billigprodukte aus Asien unsere Vorstellung von Arbeitsbedingungen und was leistet der Gesetzgeber diesbezüglich? Überfordert uns die jetzige Geschwindigkeit der aktuellen Entwicklung in Kultur und Bildung? Die Veränderung des Alltagslebens kann man nicht leugnen, doch wie sehr stört uns die Ausbreitung angloamerikanischer Werte über die Medien überhaupt? Die Ablösung traditioneller Wertevorstellung durch die Anpassung an eine einheitliche globale Kultur ist nicht zu ignorieren. Einerseits profitieren wir von schneller und günstiger Kommunikation ausgelöst durch die Globalisierung, andererseits werden unsere Studienabschlüsse durch den Bachelor und den Master verdrängt? Genießt das deutsche Hochschulsystem nicht schon ausreichende Reputation im Ausland oder hilft uns nur eine Anpassung an internationale Vorstellungen aus der Bildungsmisere?

Die 4. Mannheimer Runde hat am 26. September 2007 stattgefunden.
 
Thema der 3. Mannheimer Runde
veröffentlicht am 24.10.2006

"Patriotismus in Deutschland - Wie viele Fahnen braucht das Land?"

Ausschlaggebend für diese Themenwahl war die regelmäßig wiederkehrende Patriotismusdebatte. Hierbei kommt immer wieder die Frage auf, bis wo es sich um positiven Patriotismus, der Verbundenheit zu einer Nation und ihrer Geschichte, handelt und wann dieser in übertriebene Euphorie und Vergessen von historischer Schuld übergeht. Besonders Deutschland scheint es oft an einem gesunden Selbstbewusstsein, das einen unverkrampften Umgang mit Patriotismus und Symbolen, wie der deutschen Fahne erlaubt, zu fehlen. Oder ist diese Zurückhaltung aus Respekt vor dem geschichtlichen Hintergrund schlichtweg nötig?
Um eine positivere Selbstwahrnehmung zu fördern, wurde Ende 2005 die Kampagne „Du bist Deutschland“ ins Leben gerufen, die mehr Zuversicht unter den Deutschen verbreiten sollte. Hinzu kam eine weitere Initiative die weltweit die Attraktivität des Standpunktes Deutschland propagieren sollte.
Besteht wirklich eine solche Unsicherheit der Deutschen, ein Nationalgefühl zu entwickeln, das in anderen Staaten selbstverständlich ist? In vielen Ländern gehört die Landesfahne zum alltäglichen Bild. Diesen Sommer wurde es vorübergehend auch bei uns zur Normalität. Aber wie viel von diesem neuen „Deutschlandgefühl“ erkennbar am „Fußball – Patriotismus“ tut Deutschland gut und wie viel ist davon überhaupt bestehen geblieben?

Die 3. Mannheimer Runde hat am 13. November 2006 stattgefunden.
 
Thema der 2. Mannheimer Runde
veröffentlicht am 14.04.2006

"Bildung in Deutschland - Miss-Bildung?"

Es ist eins der politisch am Häufigsten diskutierten Themen: Wird das deutsche Bildungssystem noch den Anforderungen des internationalen Wettbewerbs gerecht und wie muss es verbessert werden? Stichwörter wie Pisa, Elitenförderung und Integration von Zuwandererkindern fallen dabei besonders oft. Deshalb wollen wir bei der 2. Mannheimer Runde unter dem Thema „Bildung in Deutschland – Miss-Bildung?“ Lösungsmöglichkeiten für die oft angesprochene deutsche Bildungsmisere diskutieren. Ein besonderer Schwerpunkt soll dabei auf die Bereiche Elitenförderung, Integration und soziale Herkunft sowie auf das deutsche Schulsystem gelegt werden.
Anfang Februar kam es heraus: Die Fachkommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft bestimmte die deutschen Unis, die künftig von der Elitenförderung des Bundes profitieren werden. Leider ist die Uni Mannheim trotz überzeugender Rankings nicht dabei. Aber dienen die neuen Gelder für Universitäten wirklich der Förderung der Besten oder sind sie nur politischer Aktivismus und gehen im Gesamtetat der Hochschulen unter? Und ist eine Elitenförderung überhaupt sinnvoll oder muss zusätzliches Geld vielmehr für die Förderung der Schwachen eingesetzt werden?
Die Meldung vom 31. März schockte ganz Deutschland: Die Direktorin der Rütli-Hauptschule in Berlin beantragte die Schließung ihrer Schule, da die Lehrer der zunehmenden Gewalt nicht mehr Herr werden konnten. Und das ist wahrlich in Deutschland kein Einzelfall. Immer mehr Schulen mit einem hohen Anteil an ausländischen Schülern, die wenig deutsch sprechen, erzielen geringe Lernfortschritte und werden zu sozialen Brennpunkten. Ist ein Deutschtest vor Einschulung, wie ihn manche Politiker fordern, eine Lösung oder werden dadurch Kinder aus Immigrantenfamilien noch weiter benachteiligt? Welche anderen Möglichkeiten gibt es Kindern von Einwanderern eine gute Bildung zu garantieren?
Das Stichwort, welches im Rahmen der Bildungsdiskussion wohl am Häufigsten fällt, ist „PISA“. Sind die deutschen Schüler wirklich so schlecht wie es diese Studien aussagen und was kann man sich von PISA-Siegern, wie z.B. Finnland abschauen? Was muss geändert werden, dass das deutsche Schulsystem durchlässiger wird und alle Schüler mehr lernen?

Die 2. Mannheimer Runde hat am 31. Mai 2006 stattgefunden.
 
Thema der 1. Mannheimer Runde
veröffentlicht am 24.11.2005

"Gerecht ist was Arbeit schafft" sagen die einen und kündigen die Abschaffung des Kündigungsschutzes oder die Einschränkung der betrieblichen Mitbestimmung an. "Weg mit Hartz 4" fordern die anderen und setzen sich für Mindestlohn oder Bürgerversicherung ein.
Die Teilnehmer der 1. Mannheimer Runde: die
Profs. Homburg (2.vl), von Thadden (Mitte) und
Gangl (2.vr) zusammen mit den Diskussionsleitern
Julian Cirkel (links) und Oliver Schlodder (rechts)
Doch was ist richtig? Wieviel Sozialstaat braucht Deutschland bzw. wie viel Sozialstaat kann Deutschland sich leisten? Ein knappes Jahr nach der größten Arbeitsmarktreform in der Geschichte der Bundesrepublik und zwei Monate nach der Bundestagswahl wollen wir mit den teilnehmenden Professoren und den anwesenden Studenten Risiken und Chancen des Sozialstaats Deutschland erörtern und uns damit an der allgegenwärtigen Diskussion beteiligen. Kann eine Reduzierung der sozialen Standards wirklich die dringend benötigten neuen Arbeitsplätze schaffen oder wird nur versucht eine Umverteilung von unten nach oben zu bewirken? Welche vorhaben der neuen Bundesregierung sind notwendig, welche sinnvoll, welche überflüssig?

Die 1. Mannheimer Runde hat am 23. November 2005 an der Universität Mannheim stattgefunden.
 
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